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Ein Kleinod mit bewegter Vergangenheit!
Am Rande des Harzes, im schönen Wippertal, zwischen Magdeburg und Halle, liegt Hettstedt mit dem ehemaligen Stadtteil Kupferberg und der Gangolfkirche.
Die Gangolfkirche ist seit ihrem Bau mit den Menschen in dieser Region verbunden. Hier nahm der Kupferschieferbergbau im Mansfelder Land seinen Anfang. An dieser Stelle soll von Bergleuten aus Dankbarkeit über den Kupferfund eine Kapelle errichtet worden sein.
Heiliger Gangolf
Der historische Gangolf war ein fränkisch-burgundischer Adliger, der dem Frankenkönig Pippin als Heerführer und Berater diente. Vieles deutete darauf hin, daß fränkische Siedler, die den Gangolf-Kult und die Tradition aus dem Brauchtum ihrer Heimat mitbrachten, nach Sachsen zwangsumgesiedelt wurden.
Gangolf kann aber auch mit den Heerzügen der Franken in Sachsen bekannt geworden sein. Der Ursprung ist zur Zeit noch unklar. Mythos und Legende gehen ineinander über. Jedenfalls reicht die Verehrung des Hl. Gangolfs zurück bis in die Zeit der Sachsenkriege Karls des Großen.

Legenden berichten, daß Gangolf bei der Rückkehr von einem Kriegszug erfährt, dass seine Frau während seiner Abwesenheit einen Geliebten in ihr Haus aufgenommen hat. Gangolf versuchte mit Geduld und Sanftmut diesen Skandal zu beenden, aber seine untreue Ehefrau machte sich über ihn lustig und tat alles Reden der Leute als Neid und Phantasie von Eifersüchtigen ab. Da wollte Gangolf ein Gottesurteil herbeiführen und wies seine Frau an, ihren Arm in des Wasser einer Quelle in der Nähe ihres Schlosses zu tauchen. Sie tat dies, aber kaum hatte sie ihren Arm ins Wasser getaucht, wurde er hart wie Mamor und versteinert. Ihre Schuld wurde offensichtlich. Gangolf trennte sich von seiner Frau, die aber nicht klaglos ihr Schicksal hinnahm. Sie sann auf Rache und ließ Gangolf schließlich ermorden.
