Gangolf Krippe
Aktualisiert (Mittwoch, 11. Januar 2012 um 11:33) Geschrieben von: Administrator Sonntag, 10. Juli 2011 um 19:08
Im Herbst 2005 wurden dem Gangolf Verein 40 liebevoll gestaltete Krippenfiguren gespendet. Der Spender stammt aus Bonn Bad-Godesberg und möchte nicht genannt werden.
Der Familie des Spenders ist es ein Anliegen, dass die Krippe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Diesem Wunsch kommt der Gangolfverein gerne nach.
Die Krippenausstellung in der Kirche St. Gangolf möchte den Besuchern zeigen, wie das Ereignis der Menschheitsgeschichte: „Gott wird Mensch“ die Menschen immer wieder inspiriert hat, mit viel Phantasie und Kreativität das Göttliche Kind in der Krippe, wie es uns in Lukasevangelium geschildert wird (Lk 2,1-20) bildhaft näher zu bringen.
Mögen die teils künstlerisch wertvollen, teils eher naiven Darstellungen des Geschehens im Stall von Bethlehem vor über 2000 Jahren den Betrachtern das Herz öffnen für das „Geheimnis Weihnachten“. Möge der Glaube und das Vertrauen wachsen, dass Gott den Menschen im Kind in der Krippe ganz nahe sein will.
Hier einige Ansichten der Gangolf Krippe:
Zur Geschichte der Weihnachtkrippe
Überall auf der Welt, wo Christen die Menschwerdung Gottes feiern, findet man den Brauch, zur Weihnachtszeit in Kirchen und Häusern Weihnachtskrippen aufzustellen. Krippen sind figürlich-künstlerische Darstellungen der Geburt Jesu in einer Futterkrippe in einem Stall zu Bethlehem. An der Krippe stehen die Heilige Familie und die Hirten, in Hintergrund der Ochse und der Esel. Die Anbetung der Weisen aus dem Morgenland, der Heiligen Drei Könige, wird um den 6.Januar mit in die Krippenlandschaft einbezogen.
Die ersten bekannten schriftlichen Zeugen, die das Geschehen der Menschwertung Christi beschrieben haben, sind die Evangelisten Lukas und Matthäus. Besonders bekannt ist das Weihnachtsevangelium des Lukas, das wahrscheinlich im 2. Jh. n. Chr. entstanden ist und dann allmählich in den ersten Christengemeinden verbreitet wurde.
Bereits im 4. Jahrhundert finden sich in Rom (in den Katakomben)bildliche Darstellungen der Geburt Christi. Der genaue Ursprung der Krippe ist aber nicht sicher zu bestimmen, sondern ist das Produkt einer langen Entwicklung.
Oftmals wird der Hl. Franziskus von Assisi als „Vater der Krippe“ angesehen, da er im Jahr 1223 um Weihnachten in einem Walde die erste Weihnachtskrippe in der uns bekannten Form baute. Mit Erlaubnis des Papstes Honorius III. zog er damals aus dem Kloster von Greccio aus und errichtete in einer Waldhöhle eine Futterkrippe, an der auch ein lebendiger Ochs und Esel stand, die Heilige Familie war jedoch noch nicht zu gegen. Dann hielt er einer großen Menschenmenge seine berühmte Weihnachtspredigt und machte so den des Lesens Unkundigen die Weihnachtsgeschichte besser verständlich.
Die große Blütenzeit der Krippen war das Zeitalter des Barock. Erste sichere Nachrichten von Kirchenkrippen stammen aus Süddeutschland, wo nach der unruhigen Zeit der Reformation zuerst die Jesuiten den großen Wert der Krippen als Andachtsgegenstand und als Mittel der religiösen Unterweisung erkannten.
Eine weitere Blütezeit erlebte die Krippenkunst im 18. Jh. Sowohl in den Schloss- und Kirchenkrippen, als auch in den Krippen des einfachen Volkes begann man die Weihnachtsgeschichte auszuweiten und sie mit unzähligen Stationen und Episoden zu ergänzen.
Ende des 18. Jh. Kam die Zeit der Aufklärung und die damit verbundene Säkularisation. Mancherorts kam es sogar zu einem Verbot der Krippen.
Um die Jahrhundertwende ließ das Interesse an den Krippen stark nach. Doch es gab Sammler, die verhinderten, dass viele Darstellungen unwiederbringlich verloren gingen.
Heute ist das Interesse an Krippen wieder stark gewachsen, an vielen Orten gibt es Krippenausstellungen, in vielen Kirchen werden Weihnachtskrippen aufgestellt und auch auf den Weihnachtsmärkten gibt es ein reiches Angebot der verschiedenartigsten Krippen und Krippenfiguren.
In vielen Familien, vor allem auch wenn kleine Kinder da sind, bringt die Krippe den Menschen das Geschehen der Menschwerdung Gottes näher. Krippenfeiern und Lieder an der Krippe schaffen Nähe und Geborgenheit.



